Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens.Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte. Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.
(Picasso)

Die Jagd mit dem Teckel 

Der Teckel ist der kleinste Vollgebrauchshund. 

Bei breitgefächerter Ausbildung können diese passionierten Jagdhunde in allen Hauptbereichen der Jagd eingesetzt werden, sie arbeiten vor und nach dem Schuss.

Einzig ihre Anatomie setzt ihnen Grenzen, was beispielsweise das Gewicht beim Apport betrifft und bei der Nachsuche mit unklarem Ausgang, sollte ein Loshund mitgeführt werden.  

Natürlich ersetzt der Teckel somit keinen Spezialisten auf dem Feld, am/im Wasser oder der Fährtenarbeit, hier muss man sich gezielt bei Rassen umschauen, die hierzu gezüchtet wurden. Als Allrounder im Revier ist der Teckel aber der perfekte Begleiter. Er sucht dein Stück nach dem Schuss nach, stöbert  gründlich in Einständen und kann auch auf dem Feld unter der Flinte buschieren, sowie im Anschluss das Federwild oder kleineres Haarwild sauber apportieren. Ebenso ist das Anlanden am Wasser bzw. auch der saubere Apport kein Problem. Aufgrund der kurzen Läufe ist er jedoch kein Spezialist bei der Jagd am Wasser. 

Gezüchtet wurde er natürlich für die Arbeit an wehrhaften Wild bei der Bauarbeit, somit bringen die Teckel auch eine mehr oder weniger ausgeprägte Wildschärfe mit, hier liegt dann der Fokus bei den einzelnen Züchtern. 

das Wesen des Teckels - unerziehbar und stur?

Der Teckel wurde als Bauhund gezüchtet, somit ist es entscheidend, dass er unter der Erde seine eigenen Entscheidungen trifft. Diesen Willen erwarten wir auch auf Drückjagden, wenn der Hund an Wild kommt und dies aus den Einständen drücken soll. 

Trotzdem ist der Dackel erziehbar und lässt sich durch seinen Hundeführer gern lenken und leiten. Hier muss man nur schon im Welpenalter Konsequenz walten lassen und mit der Erziehung am ersten Tag des Einzugs liebevoll beginnen. 

Da der Teckel ein passionierter Stöberer ist, muss hier natürlich viel Wert darauf gelegt werden, dass der junge Hund nicht ohne Erlaubnis die Wege verlässt und ihr die Entscheidung trefft, wann abseits der Wege gearbeitet werden darf. Wie bei jedem jagdlich passionierten Hund ist dies aber Erziehungssache, sowie in allen Bereichen des Grundgehorsams. Es muss einfach viel Wert darauf gelegt werden in der Natur an der Ansprechbarkeit und Impulskontrolle zu arbeiten. 

Verlasst euch also nicht allein auf den BHP-Grundkurs oder das Training eurer Hundeschule auf dem Platz. 

Kann euer Dackel euch als souveränen Hundeführer kennenlernen und vertrauen, habt ihr einen Teamplayer an eurer Seite, der auch im Revier ohne Leine folgt.

Hierzu gehört: Konsequenz, Kontinuität, Fairness, sinnvoll aufbauendes Training und Hartnäckigkeit. 

die Pflege des Rauhhaarteckels

Das rauhe Fell MUSS getrimmt werden, das es aufgrund seiner Struktur nicht von allein ausfällt. Ein Teckel mit langem Zottelfell ist nicht süß, sondern schlichtweg ungepflegt. Da das nicht entfernte Fell für Juckreiz sorgt, ist es auch für das Wohlbefinden unserer Hunde wichtig, dieses zu entfernen. Ich habe einige Hunde kennengelernt, die schlecht geschlafen haben oder sich permanent gekratzt haben. Diese Hunde wurden teils über Wochen gegen Allergien behandelt, chemisch kastriert ( gegen die Unruhe, die wohl durch Hündinnen verrusacht wurde), ohne Verbesserung. Erst das Trimmen linderte die Symptome.

Darüberhinaus verliert das Fell seine rauhe Struktur, der Hund entwickelt sogenanntes "Nothaar" , dieses Fell ist flauschig weich, lang und verfügt über keinerlei Schutzfunkntion mehr. Langhaarige Rauhharteckel frieren somit schneller, statt zusätzlich gewärmt zu werden. Ebenso verändert sich die Farbe des Fells und die Teckel werden grau. Scheren hat übrigens den gleichen verherrenden Effekt.

Ein Teckel muss also alle paar Wochen GETRIMMT werden, nicht geschoren oder mit dem Furminator ausgebürstet werden. Man kann dies selbst ünernehmen oder sich an einen Groomer wenden, der explizit TRIMMEN anbietet. Beim TRIMMEN entfernt man durch Zupfen das tote Haar aus den Haarkanälen. Hierfür kann man verschiedene Werkzeuge nutzen (Fingerlinge, Trimmmesser, Bimsstein). 

Die Argoatjäger, auch eine Teckelzucht, haben hierzu eine tolle Informationsplattform geschaffen, wo man sich viele Infos zu diesem Thema holen kann!

Trimmen

 

 

Zuchtstandard des Teckels

Der Teckel wird vorwiegend im DTK 1888 e.V. gezüchtet, daneben gibt es noch den "Verein für Jagdteckel".

Der DTK 1888 e.V. züchtet nach dem FCI Standard: 148

Das Prüfungswesen im
DTK 1888 e.V.

Im Teckelklub kann man verschiedenste Prüfungen absolvieren, die von den Ortsgruppen organisiert und durchgeführt werden. Eine entsprechende Prüfungsordnung findet man über den DTK 1888 e.V.  

Man unterscheidet zwischen:

  1. Begleithundeprüfungen
  2. Anlageprüfungen
  3. Leistungsprüfungen

Darüber hinaus kann man die Brauchbarkeiten der Bundeländer anstreben und natürlich verschiedenste Verbandspürfungen.