Die Jagd mit dem Teckel 

Der Teckel im Jagdeinsatz

Als Bauhund gezüchtet, erklärt ja schon die Bezeichnung "Dachshund", wo das ursprüngliche Einsatzgebiet liegt. Der Dackel wird klassisch unter der Erde eingesetzt.

Ein Blick in die Prüfungsordnungen zeigen aber noch zwei weitere Einsatzgebiete auf.

  • Schweißarbeit
  • Stöbern

Der Teckel verfügt über eine sehr feine Nase und beweist viel Willen auf der Fährte, so dass er im Jagdgebrauch sehr gut für die Nachsuche eingesetzt werden kann. (Bitte beachten: Brauchbarkeiten, Loshund usw).

Als "lauter" Hund ist der Teckel sichtlaut und sollte, je nach Zuchtschwerpunkt, auch spurlaut sein. In Kombination mit seiner ruhigeren Arbeit, wird das Wild somit langsam aus den Einständen gedrückt, die Schützen hören den Hund früh und können sich vorbereiten. Besonders bei der Rehwildbejagung wird der Teckel vermehrt eingesetzt.

Aber auch an Sauen sind die hartnäckigen Gebrauchshunde nicht zu unterschätzen, denn auch hier leisten sie gute Arbeit.

Als kleinste Gebrauchshunderasse des JGHV ist auch der Apport für den Dackel kein Problem und so kann er als Begleiter auch unter der Flinte unterstützen. (ein großer Hund gehört als Backup dazu!)

Als Wildradar kann er aufgrund seiner kompakten Größe auf jeden Hochsitz mitgenommen werden. Bei genügend Standruhe natürlich auch auf offene Leitern.

Der eigene Schwerpunkt entscheidet dann drüber, aus welchem Zwinger euer Dackel kommen sollte, denn hier gibt es deutliche Unterschiede.

Hier müsst ihr aktiv werden und den Kontakt suchen.

Ich vermittel gern an passende Kollegen, sollte mein Schwerpunkt nicht zu euren Jagdmöglichkeiten passen.

Man kann also festhalten, dass der Teckel als kompakter Allrounder für die meisten Jäger ein idealer Begleiter wäre. Und über den angeblichen Sturrkopf muss man sich keine Sorgen machen, mit einem Plan, Konsequenz und Durchhaltevermögen ist auch der Teckel erziehbar und lässt sich gut führen.

das Wesen des Teckels - unerziehbar und stur?

Der Teckel wurde als Bauhund gezüchtet, somit ist es entscheidend, dass er unter der Erde seine eigenen Entscheidungen trifft. Diesen Willen erwarten wir auch auf Drückjagden, wenn der Hund an Wild kommt und dies aus den Einständen drücken soll. 

Trotzdem ist der Dackel erziehbar und lässt sich durch seinen Hundeführer gern lenken und leiten. Hier muss man nur schon im Welpenalter Konsequenz walten lassen und mit der Erziehung am ersten Tag des Einzugs liebevoll beginnen. 

Da der Teckel ein passionierter Stöberer ist, muss hier natürlich viel Wert darauf gelegt werden, dass der junge Hund nicht ohne Erlaubnis die Wege verlässt und ihr die Entscheidung trefft, wann abseits der Wege gearbeitet werden darf. Wie bei jedem jagdlich passionierten Hund ist dies aber Erziehungssache, sowie in allen Bereichen des Grundgehorsams. Es muss einfach viel Wert darauf gelegt werden in der Natur an der Ansprechbarkeit und Impulskontrolle zu arbeiten. 

Verlasst euch also nicht allein auf den BHP-Grundkurs oder das Training eurer Hundeschule auf dem Platz. 

Kann euer Dackel euch als souveränen Hundeführer kennenlernen und vertrauen, habt ihr einen Teamplayer an eurer Seite, der auch im Revier ohne Leine folgt.

Hierzu gehört: Konsequenz, Kontinuität, Fairness, sinnvoll aufbauendes Training und Hartnäckigkeit. 

die Pflege des Rauhhaarteckels

Das rauhe Fell MUSS getrimmt werden, das es aufgrund seiner Struktur nicht von allein ausfällt. Ein Teckel mit langem Zottelfell ist nicht süß, sondern schlichtweg ungepflegt. Da das nicht entfernte Fell für Juckreiz sorgt, ist es auch für das Wohlbefinden unserer Hunde wichtig, dieses zu entfernen. Ich habe einige Hunde kennengelernt, die schlecht geschlafen haben oder sich permanent gekratzt haben. Diese Hunde wurden teils über Wochen gegen Allergien behandelt, chemisch kastriert ( gegen die Unruhe, die wohl durch Hündinnen verrusacht wurde), ohne Verbesserung. Erst das Trimmen linderte die Symptome.

Darüberhinaus verliert das Fell seine rauhe Struktur, der Hund entwickelt sogenanntes "Nothaar" , dieses Fell ist flauschig weich, lang und verfügt über keinerlei Schutzfunkntion mehr. Langhaarige Rauhharteckel frieren somit schneller, statt zusätzlich gewärmt zu werden. Ebenso verändert sich die Farbe des Fells und die Teckel werden grau. Scheren hat übrigens den gleichen verherrenden Effekt.

Ein Teckel muss also alle paar Wochen GETRIMMT werden, nicht geschoren oder mit dem Furminator ausgebürstet werden. Man kann dies selbst ünernehmen oder sich an einen Groomer wenden, der explizit TRIMMEN anbietet. Beim TRIMMEN entfernt man durch Zupfen das tote Haar aus den Haarkanälen. Hierfür kann man verschiedene Werkzeuge nutzen (Fingerlinge, Trimmmesser, Bimsstein). 

Die Argoatjäger, auch eine Teckelzucht, haben hierzu eine tolle Informationsplattform geschaffen, wo man sich viele Infos zu diesem Thema holen kann!

Trimmen

 

 

Zuchtstandard des Teckels

FCI Standard: 148

rein jagdliche Teckel werden im VJT gezüchtet, hier haben die RHT mittlerweile auch die VDH - Zulassung. Das Prüfungswesen ist dem Jagdgebrauch angepasst und somit der gültige Jagdschein Pflicht. Im DTK hat man mehr Prüfungen und das Begleithundewesen. 

Der weitaus bekanntere Verein ist der DTK 1888 e.V. hier legt man allerdings nicht nur Wert darauf, den Teckel als Jagdgebrauchshund zu erhalten. Die Begleithundeprüfungen sind ein großer Sektor, ebenso das Ausstellungswesen. 

In beiden Vereinen gibt es wundervolle Züchter und Hundeführer. Letztendlich entscheidet der eigene Schwerpunkt, wo man sich angliedern möchte. Ein Wechsel ist übrigens auch möglich. Eine Mitgliedschaft ist nicht in Stein gemeißelt. 

Dies ist auch möglich, wenn der Hund Papiere des anderen Vereins hat.

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